Buddy Rich war der unangefochtene König der Schlagzeuger – ein autodidaktischer Virtuose, der das Instrument durch reine Technik, Geschwindigkeit und Kraft dominierte. Er begann bereits mit nur 18 Monaten als „Traps, the Drum Wonder“ im Vaudeville und wurde noch als Kind ein Performer, bevor er 1938 Jazz entdeckte und sich rasch als der Beste in der Branche etablierte, sogar seinen Freund Gene Krupa in den Schatten stellend.
Richs Karriere erstreckte sich vom Swing-Ära bis zu seinen letzten Jahren und war geprägt von Engagements bei bedeutenden Bandleadern wie Artie Shaw, Tommy Dorsey und Harry James sowie zahlreichen Aufnahmesessions mit Jazz-Legenden wie Charlie Parker, Lester Young und Art Tatum. Nach einem Herzinfarkt 1959, der ihn kurzfristig außer Gefecht setzte, kehrte er zurück und gründete 1966 eine erfolgreiche Big Band, die sein Hauptaugenmerk für die nächsten 20 Jahre wurde. Ein Perfektionist, der von allen um ihn herum Exzellenz verlangte, hielt Rich nie auf – trotz gesundheitlicher Probleme in seinen späteren Jahren – und hinterließ ein Erbe, das in Videobändern und Mel Tormés Biografie „Traps the Drum Wonder“ dokumentiert ist.